November 18, 2014

SELBSTSORGE ALS POLITISCHE UND GESELLSCHAFTLICHE HERAUSFORDERUNG

  • Öffentlicher Vortrag
    INNSBRUCKER GENDER LECTURE
    Cornelia Klinger, Professorin für Philosophie an der Universität Tübingen, interim. Rektorin des Instituts für die Wissenschaften vom Menschen, Wien
     Datum: Donnerstag, 23.04.2015
               Ort: Hörsaal 1, SoWi, Universitätsstraße 15, 6020 Innsbruck, A
               Uhrzeit: 19 – 21 Uhr

  • Freitag, 24.04.2015
    14.00-16.00: Vertiefende Inputs von ReferentInnen, in Form von parallelen Workshops/Arbeitsgruppen
    16.30-17.30 Uhr Zusammenführung der Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen
    18.00-20.00 Uhr Öffentliche Podiumsdiskussion
    anschließend Ausklang

Die Anforderungen an das moderne Arbeits-, Familien- und Privatleben werden immer komplexer. Die Ansprüche an ein bzw. die Vorstellungen von einem gelungenen Leben sind enorm gestiegen. Das Postulat der andauernden Verfügbarkeit und die damit verbundene Entgrenzung im Beruf und oft auch in der persönlichen Lebensgestaltung haben immer häufiger negative Folgen für Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen. Eine wachsende Industrie von Wellness-, Entspannungs- und Coaching-Angeboten verspricht individuelle Lösungen zur Optimierung der Selbstsorge.

Selbstsorge wird jedoch v.a. für jene Personen zu einer immer größer werdenden Herausforderung, die sich entweder im privaten Umfeld oder professionell um andere Menschen sorgen und kümmern, seien es Kinder, pflegebedürftige Erwachsene oder Personen, die aus anderen Gründer einer besonderen Fürsorge bedürfen. Diese Fürsorge, die bis heute weiblich konnotiert ist und auch überwiegend von Frauen geleistet wird, findet häufig unter prekären und sehr belastenden Bedingungen statt, die eine angemessene Selbstsorge nicht ermöglichen. Grundsätzlich stellt sich das Problem in besonders dringender Form bei all jenen, die nicht über ausreichende Ressourcen (Geld, Zeit, Raum) verfügen, um für sich selbst angemessen zu sorgen.

Die Vorträge und der geplante Workshop nähern sich der Frage der Selbstsorge in unserer gegenwärtigen Gesellschaft einerseits aus einer theoretischen Perspektive, andererseits werden besonders markante Problemlagen thematisiert. In Referaten, Arbeitsgruppen und einer Podiumsdiskussion werden die strukturellen Hintergründe und die aktuellen Problemlagen erörtert.

Veranstaltet vom Verein Netzwerk Geschlechterforschung in Kooperation mit der Interfakultären Forschungsplattform Geschlechterforschung: Identitäten –  Diskurse – Transformationen der Universität Innsbruck (www.uibk.ac.at/geschlechterforschung)

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